Paul Sumi
Der Schweizer Innenarchitekt Paul Sumi (1918-2013) wird in Biel geboren und absolviert eine Schreinerlehre im Familienbetrieb seines Vaters Jakob Sumi. Ab 1944 besucht er die Kunstgewerbeschule in Zürich und schliesst beim Schweizer Möbeldesigner und Innenarchitekten Willy Guhl ab. Noch als Student gewinnt er einen Wettbewerb für eine neue Abstimmungsurne, produziert von der Firma Belmag. Sie ist bis heute in vielen Kantonen im Gebrauch, so auch im Kanton Zürich.
1947 heiratet Paul Sumi Bertha Schütz. 1954 übernimmt er die Schreinerei an der Mattenstrasse in Biel und die Ausstellungsräume an der Mattenstrasse/Zentralstrasse und baut diese zu einem Innenarchitekturbüro aus. Paul Sumi wird Lehrer an der Gewerbeschule für Schreiner:innen in Biel.
In den 1960er- und 1970er Jahren ist Paul Sumi ein überaus erfolgreicher Innenarchitekt. Er entwirft Hotels, Restaurants, Läden, Wohneinrichtungen, Reisebüros, Coiffeursalons und Optikergeschäfte. Darüber hinaus richtet er die Chefetagen verschiedener Uhrenfabriken ein, gestaltet über für viele Jahre den Lignum-Pavillon an der Bieler Messe und nimmt regelmässig mit der Gruppe «gestaltendes Handwerk» an der Basler Mustermesse MUBA teil.
Ebenfalls in den 1960er-Jahren beginnt die Zusammenarbeit mit der Firma Lübke in im westfälischen Rheda. Für Lübke entwickelt Paul Sumi erfolgreiche Möbel, wie Sessel, Stühle und Liegen aus Flachstahlgestellen. 1984 übergibt er seine Schreinerei an seinen Nachfolger.
Paul Sumi ist der Vater des bekannten Zürcher Architekten Christian Sumi.